Einmalanlage oder Sparplan

Was lohnt sich für Sie mehr?

05.04.2022 5 Minuten Lesezeit

Porträtbild von hausInvest Ratgeberautor Thomas Henrich
Thomas Henrich
hausInvest Ratgeber-Autor
Zwei SportlerInnen mit Kopfhörern  – ein lächelnder Mann und eine lächelnde Frau – rennen draußen vor glasüberzogenen Gebäude.
Verschaffen Sie sich einen gezielten Überblick, wann sich die Einmalanlage, ein Sparplan oder doch die Kombination aus beidem empfiehlt.

Inhalt

  • Wenn Sie Geld investieren möchten, können Sie einmalig eine größere Summe anlegen oder in regelmäßigen Abständen über einen Sparplan einzahlen – oder beide Optionen miteinander kombinieren.
  • Der Vorteil der Einmalanlage liegt in dem größeren Erstbetrag: Denn so erzielen Sie von Beginn an höhere Renditen, ohne dass Ihre Anlage erst über Monate hin wachsen muss.
  • Mit einem Fondssparplan müssen Sie nicht – wie z.B. bei Aktien – einen gesamten Anteilsschein kaufen, sondern können mit geringeren, regelmäßigen Einzahlungen auch Anteile davon erwerben.
  • Vor allem für junge Anleger:innen am Anfang ihres Berufslebens bieten sich Fondssparpläne an, um ihren langfristigen Vermögensaufbau zu starten
  • Sie können auch eine einmalige Summe investieren und mit monatlichen Beträgen ergänzen – so profitieren Sie von den Vorteilen beider Modelle.
     
Wer in Offene Immobilienfonds investieren möchte, der sollte in erster Linie die eigene Finanzsituation berücksichtigen. Da es nicht nur eine Anlagemethode gibt, gilt es, sich für die richtige zu entscheiden. Genauer gesagt gibt es die Möglichkeit per Einmalanlage oder per Sparplan zu investieren. Ich zeige Ihnen, wann welche Anlagemethode Sinn macht und was es für Sie zu beachten gilt.
Es gibt 2 Varianten in Offene Immobilienfonds zu investieren: als einmalige Geldanlage oder als Sparplan. Die Vor- und Nachteile sowie Unterschiede erklärt Ihnen unser Experte und Ratgeber-Autor Thomas Henrich im Video.

Die Einmalanlage

Befassen wir uns zunächst mit der einmaligen Investition. Um Anteile an einem Offenen Immobilienfonds zu erwerben, können Sie eine bestimmte Anlagesumme als Erstbetrag investieren. Wie hoch diese genau ist, das entscheiden Sie. Entweder können Sie es dabei belassen, oder im Laufe der Zeit weiteres Kapital investieren, wenn Sie es möchten.

Diese Anlagemethode bietet sich dann an, wenn Ihnen bereits ein größeres Anlagebudget zur Verfügung steht – z. B. weil Sie das Geld von Ihrem Sparbuch besser anlegen möchten, weil Sie gerade ein anderes Depot aufgelöst oder aus einem anderen Grund eine größere Summe erhalten haben (Auszahlung einer Lebensversicherung, Erbschaft, Verkauf von Wertgegenständen).

Wenn das der Fall ist, macht es natürlich Sinn, die Summe gebündelt anzulegen. Jeder Euro erwirtschaftet Jahr für Jahr Rendite, sobald er angelegt ist.


Ein Beispiel

Angenommen Sie investieren eine einmalige Summe von 12.000 Euro und vergleichen das mit einer vergleichbaren Anlagesumme, die via Sparplan über zehn Jahre hinweg investiert wird. In diesem Fall liegt der letztendliche Ertrag bei der Einmalanlage in den ersten Jahren deutlich höher. Beim Sparvertrag kommen Ihre Euros erst nach und nach ins Verdienen.

Die Eigenschaften der einmaligen Geldanlage

Fassen wir also die Eigenschaften der einmaligen Geldanlage zusammen:

  • Zinseszinseffekt
  • Höhere Erträge bei gleicher Anlagesumme im Vergleich zum Sparplan
  • Individuelle Anlagesumme
  • Dient dem mittel- bis langfristigen Vermögensaufbau
  • Teilfreistellung reduziert die Steuerlast

 


Dies gilt es zu beachten: 

  • Zusätzlich zur einmaligen Geldanlage kommt je nach „Anbieter“ noch der Ausgabeaufschlag zwischen 0 und 5 % hinzu.
  • Einige Vertriebspartner bieten Rabatt auf den Ausgabeaufschlag – manchmal allerdings erst ab einer bestimmten Mindestanlagesumme. Bei uns liegt der Ausgabeaufschlag bei 3 Prozent, ganz gleich wie hoch die Anlagesumme ist.
  • Sie können bereits ab 50 Euro anlegen. Einmalanlagen können auch mit einem Sparplan kombiniert werden. Viele unserer Anlegenden investieren zunächst eine größere Summe von z. B. 8.000 Euro und ergänzen diese mit zusätzlich 50 Euro monatlich per Sparplan on top.
 

Der Sparplan

Es gibt verschiedene Arten von Sparplänen. Die wohl bekannteste ist der Sparvertrag (auch Sparbuch), der bei der Bank abgeschlossen wird. Dabei hängt die Höhe der Zinszahlung davon ab, dass man sich an die festgelegte Sparrate und Spardauer hält. Im Zusammenhang mit Offenen Immobilienfonds sprechen wir jedoch von einem etwas anderem Modell, dem Sparplan bzw. Fondssparplan. Sie als Anleger:in bestimmen die Höhe der Sparrate selbst und können sie flexibel an Ihre aktuelle Finanzsituation anpassen.

Das funktioniert, weil bei den meisten Offenen Immobilienfonds und auch bei anderen Investmentfonds der sogenannte Bruchteilserwerb möglich ist. Das bedeutet, dass zwar der Fondsanteil einen bestimmten Wert hat, man aber nicht immer einen ganzen Anteil, sondern auch einen Bruchteil eines Anteilsscheines kaufen kann. Deswegen kann man auch für 10 Euro hausInvest erwerben. Das ist dann eben ein knappes Viertel eines Anteilscheines. 

Anders z. B. bei Aktien, bei denen immer nur genau eine Aktie oder ein Vielfaches davon gekauft werden kann. Kostet die Aktie z. B. 27 Euro, müssen Sie für den Erwerb genau 27 Euro mitbringen. Haben Sie nur 20 Euro zur Verfügung, so können Sie nichts kaufen. Haben Sie 50 Euro, so können Sie auch nur eine Aktie kaufen. Für zwei Aktien bräuchte man nämlich, richtig, 54 Euro. Sie sehen, das ist schon praktisch mit dem Bruchteil, so kann man sicher sein, dass wirklich die ganze gewünschte Summe in den Fonds investiert wird.
Außenansicht: Es wird die Fassade der hausInvest Immobilie Four Frankfurt in Frankfurt am Main abgebildet
Vor allem Studenten und jüngere Anlegende wählen bei uns gerne eine Startsumme zum Fondssparen von 10 Euro monatlich. Erwerbstätige hingegen investieren meiner Erfahrung nach häufig das, was am Monatsende übrigbleibt, nachdem alle Rechnungen bezahlt und die Alltagskosten abgedeckt sind. Selbstverständlich können Sie auch viertel- oder halbjährlich einzahlen. Das Alles bleibt ganz Ihnen überlassen. Eine mögliche Erhöhung der Sparrate muss nicht exponentiell stattfinden. Man spricht dann auch von einer Dynamisierung Ihrer Sparrate.

Die Eigenschaften eines Sparplans

Zur Erklärung: Sie können zwischen sogenannten thesaurierenden und ausschüttenden Fonds wählen. Bei einem ausschüttenden Fonds werden die Dividenden unmittelbar ausgezahlt. Bei thesaurierenden Fonds werden die Gewinne automatisch reinvestiert.
Was für Sie am Ende die bessere Wahl ist, ist abhängig davon, was Ihre Ziele sind und wie lange Sie auf die Erträge warten können. Wenn Sie sich für einen thesaurierenden Fonds entscheiden, macht ein mittel- bis langfristiger Anlagezeitraum Sinn. Je länger Sie reinvestieren, desto höher ist am Ende der Ertrag.
 

  • Schon ab 10 Euro möglich
  • Flexibler, langfristiger Vermögensaufbau
  • Ausgabeaufschlag möglich, null Prozent Ausgabeaufschlag bei hausInvest
  • Teilfreistellung reduziert die Steuerlast
  • Kombinierbar mit der Einmalanlage
 

Das gilt es zu beachten:

  • Nicht alle Fonds sind sparplanfähig.
  • Abgeltungssteuer: Diese wird auch Zinssteuer genannt und greift erst, wenn der sogenannte Sparerpauschbetrag überschritten ist. Private Anlegende dürfen Einkünften aus Kapitalvermögen bis zu 801 Euro steuerfrei einbehalten. Für zusammen veranlagte Ehepaare gilt sogar eine Summe von 1.602 Euro.
  • Thesaurierende Fonds eignen sich nur für den langfristigen Anlagehorizont per Sparplan.
 

Sparen oder Anlegen? Wenn's geht, beides

Wenn Sie in der glücklichen Lage sind, einen größeren Betrag auf einmal anlegen zu können, sollten Sie das tun.
Es ist eigentlich keine Frage von Entweder-oder. Die bereits erwähnte Möglichkeit zur Kombination der beiden Anlagewege nach dem Motto „Geld anlegen, monatlich einzahlen" ist nämlich durchaus sinnvoll, um das Maximum aus Ihrer Anlage herauszuholen.
Wenn Ihnen derzeit keine größere Anlagesumme zur Verfügung steht, bietet der Sparplan die Möglichkeit dennoch den ersten Schritt zu gehen in Sachen Geld sinnvoll anlegen – und zwar flexibel und genau so einfach und unkompliziert, wie bei einer einmaligen Geldanlage auch.
 

Über den Autor

Porträtbild von hausInvest Ratgeberautor Thomas Henrich
Thomas Henrich
hausInvest Ratgeber-Autor
Im Netz kursieren manchmal schwer verdauliche Definitionen aus unterschiedlichen Quellen. Grundlegendes Fachwissen, einfach und kompakt erklärt, ist hingegen selten anzutreffen. Mit meinen Beiträgen möchte ich Ihnen zunächst das Basiswissen vermitteln und Sie im Anschluss dazu einladen, gemeinsam darauf aufzubauen. Dabei bediene ich mich vieler anschaulicher Beispiele aus meiner über 20-jährigen Erfahrung im Commerzbank Konzern und erkläre komplexe Sachverhalte mithilfe von Grafiken und Vergleichen.

Mein Wunsch ist es, Sie mit profundem Wissen auszustatten. Das Thema „Finanzielle Allgemeinbildung“ ist seit vielen Jahren etwas, wofür ich mich tatkräftig engagiere. Das Ziel ist es, dass Sie am Ende eigenständig die richtige finanzielle Entscheidung für Ihr Leben treffen können.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen!