20.000 Euro investieren

Strategien, die sich nachhaltig lohnen

06.04.2022 9 Minuten Lesezeit

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Thomas Henrich
hausInvest Ratgeber-Autor
Mann Mitte 40 sitzt in seinem Büro vor einem Laptop und schaut in die Kamera
20.000 Euro strategisch geschickt anzulegen ist so wichtig wie nie zuvor: Schließlich nagen Inflation und Nullzins gnadenlos an Ihrem Vermögen.

Inhalt

  • Bei der Anlage eines größeren Geldbetrags wie 20.000 Euro stehen Ihnen zahlreiche Investmentmöglichkeiten zur Verfügung, es gibt aber auch einige Aspekte zu beachten. 
  • Bevor Sie Ihr Geld anlegen, lohnt sich eine möglichst genaue Einschätzung Ihrer Anlageziele und Ihres Anlagehorizonts
  • Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Investments auf ausreichende Streuung, um so die Risiken der einzelnen Geldanlagen zu reduzieren. 
  • Bei höheren Anlagebeträgen bewährt sich eine Aufteilung Ihres Investments auf risikoarme Anlagen, die Ihr Geld absichern, und risikoreichere Produkte, die für entsprechend höhere Renditen sorgen können. 
  • Je mehr Zeit Sie für Ihre Geldanlage einplanen, desto effektiver kann Ihr Geld über diesen Zeitraum für Sie arbeiten.
Wenn Sie Wert auf Ihr Erspartes legen und es nicht nach und nach schwinden sehen möchten, kommen Sie mittlerweile um eine Geldanlage kaum noch herum. Und damit sind Sie nicht allein: Noch nie war das Interesse um verschiedene Spar- und Investmentmöglichkeiten so groß. Denn nicht nur die Zeitung, sondern auch ein Blick auf die eigene Kontoabrechnung macht schnell deutlich, wie der Nullzins am Ersparten nagt

Doch alles auf eine Karte zu setzen, geht auch mit gewissen Risiken einher. Erfahren Sie deshalb in diesem Artikel, wie Sie 20.000 Euro strategisch geschickt anlegen – nachhaltig, werterhaltend und mit Renditechancen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß und viel Erfolg!

20.000 Euro anlegen: Gute Gründe für Ihre Investition

Noch vor circa 20 Jahren reichte es für den Vermögensaufbau aus, diszipliniert zu konsumieren und Erspartes zur Seite zu legen. Sparer haben mit Tages- und Festgeldkonten oder Sparbuch lange Zeit von soliden Zinsraten und damit auch von unkompliziertem Vermögenszuwachs profitiert.


Neue Situation

Mittlerweile hat sich die Situation stark gewandelt. Wer heutzutage noch sein Geld auf dem Sparbuch oder Einlagenkonto liegen lässt, der wird nach einigen Jahren mit Schrecken feststellen müssen, dass der Wert durch die Inflation merklich abnimmt.  

Denn die Zinsraten solcher Spareinlagen sind so stark gesunken, dass der Gewinn weit unter der Inflationsrate liegt – bei vielen Banken wird sogar oft ein sogenannter Strafzins fällig. Um also den Vermögenswert zu erhalten oder sogar zu steigern, braucht es Alternativen zu Tages- und Festgeld für eine gewisse Rendite, die mit solchen Einlagen schon lange nicht mehr erreicht wird. 

Polster für die Zukunft 

Auch die klassische gesetzliche Rente ist nicht mehr das, was sie mal war. Die Rentenauszahlungen werden immer höher versteuert und viele Erwerbstätige sind besorgt, dass sie ihren Alltag nicht mehr bestreiten können. Geldanlagen zur privaten Altersvorsorge erfreuen sich bei Deutschen deshalb immer größerer Beliebtheit. Viele Anleger.innen nutzen ihr Erspartes, um sich für ihr Alter ein finanzielles Polster aufzubauen oder einfach für den Fall der Fälle abzusichern. 

Rücklage für die schönen Dinge im Leben 

Der Sommerurlaub, das Eigenheim, der Nachwuchs: Das Leben hält auch unzählige schöne Ereignisse bereit, für die sich eine finanzielle Rücklage lohnt. Sparen allein genügt da nicht: Wenn Sie 20.000 Euro investieren möchten, können Sie mit einem geeigneten Investment aus so einem Betrag viel herausholen und sich damit so manchen Wunsch erfüllen – oder auch gleich mehrere.
Ein Investment von 20.000 Euro ist aber vielleicht leichter gesagt als getan und erfordert etwas Fingerspitzengefühl. Wollen Sie beispielsweise eine etwas geringere Summe von 10.000 Euro anlegen, haben Sie eher die Möglichkeit, sich auf eine einzelne Geldanlage zu beschränken, da sich die Diversifikation möglicherweise aus Aufwands- und Kostengründen nicht rentiert. Auch die Effekte fallen geringer aus als bei höheren Anlagebeträgen.  

Bei einer Anlage von 50.000 Euro wiederum verfügen Sie über die finanzielle Freiheit, Ihr Geld auf eine Vielzahl verschiedener Investments aufzuteilen, die Ihr Vermögen absichern und vermehren. 

Mit einer Anlagesumme von 20.000 Euro befinden Sie sich irgendwo dazwischen: Für ein einzelnes Investment kann der Betrag schon zu groß sein, allerdings reicht er auch nicht aus, um ihn quasi unbegrenzt weit zu streuen. Hier gilt es, eine goldene Mitte zu finden – und dabei kommt es auf Sie, Ihre persönlichen Präferenzen und Ziele an. 

Wie Sie also für eine Anlage von 20.000 Euro am besten vorgehen, möchte ich Ihnen gern im folgenden Artikel beantworten. Lesen Sie bei Interesse aber auch gern in den zahlreichen anderen Artikeln unseres Ratgebers weiter und erfahren Sie alles Wissenswerte über Geldanlagen und Investmentstrategien. Und nun – viel Spaß!



Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrem Investment?

Wenn Sie noch am Anfang der Entwicklung Ihrer Anlagestrategie stehen, sollten Sie zuerst Ihre Beweggründe und Ziele in den Vordergrund stellen: 

  • Möchten Sie Ihr Kapital zu einem ganz konkreten Zweck investieren, z.B. Geld für Ihre Kinder anlegen
  • Soll es für Sie der langfristige reine Vermögensaufbau sein? 
  • Gibt es bestimmte Wünsche, die Sie sich gern in nächster Zeit erfüllen möchten? 
  • Stecken Sie gerade im Aufbau Ihres Portfoliosund Ihnen fehlen noch einzelne Puzzlestücke für ein gut aufgestelltes und gestreutes Depot? 
  • Oder möchten Sie einfach nur unkompliziert und möglichst risikoarm Ihren Vermögenserhalt sicherstellen?



Was ist Ihr Anlageziel?

Je nachdem, welches Anlageziel Sie verfolgen, gestaltet sich auch Ihr Anlagehorizont entsprechend. Typischerweise unterscheiden wir hier zwischen drei verschiedenen Typen: 
  1. Kurzfristiger Anlagehorizont (1-3 Jahre): Bei Anleger:innen mit einem kurzfristigen Anlagezeitraum geht es meist um möglichst große Sicherheit und die Verfügbarkeit ihres Geldes. Oft handelt es sich hierbei um eher vorsichtige Einsteiger:innen oder ältere Anleger:innen, die sich ihrem Ruhestand nähern und ihr Geld ausreichend absichern möchten. Große Gewinne stehen hier eher im Hintergrund. Wer in diesem Zeitraum auf große Renditen setzen möchte, der muss in diesem Fall auch entsprechend große Risiken eingehen, z.B. in Form von riskanten Spekulationen. 
  2. Mittelfristiger Anlagehorizont (3-10 Jahre): Wer einen Anlagezeitraum von bis zu 10 Jahren verfolgt, hat schon deutlich mehr Auswahl in der Gestaltung der Geldanlage. Hier rate ich Ihnen zu einer soliden Grundlage, z.B. mit einer Anlage in Immobilien, die Sie dann durch Anlageprodukte mit etwas mehr Risiko ergänzen können.  
  3. Langfristiger Anlagehorizont (10+ Jahre): Wenn Sie einen Anlagezeitraum von 10 Jahren oder mehr ansteuern, dann verfügen Sie über genügend Zeit und vielleicht auch Risikotoleranz, um das Meiste aus Ihrem Geld herauszuholen. Wenn Sie lang dabei bleiben, dann können Sie auch ruhig einmal Produkte mit etwas größeren Gewinnchancen und erhöhtem Risiko anpeilen: Wenn Sie über so einen Zeitraum 20.000 Euro investieren, können Sie den ein oder anderen Verlust hinnehmen, wieder ausgleichen und trotzdem am Ende eine gute Rendite erzielen. Genauso können Sie über diesen Zeitraum aber auch auf einen kontinuierlichen Vermögensaufbau mit risikoarmen und wertstabilen Produkten setzen – Ihnen stehen zahlreiche Möglichkeiten offen.

20.000 Euro anlegen: Das sollten Sie vorab wissen

Bevor Sie Ihren gesamten Anlagebetrag in die Hand nehmen und 20.000 Euro investieren, möchte ich Ihnen noch ein paar Prinzipien ans Herz legen, die Sie vor Ihrer Geldanlage berücksichtigen sollten:

Schritt 1: Sorgen Sie für Transparenz

  • Für ein Investment sollten Sie in allen anderen finanziellen Belangen schwarze Zahlen schreiben – Schulden in Form von offenen Nachzahlungen oder ausstehenden Krediten werden Sie sonst Ihre Rendite kosten. 
  • Planen Sie noch eine größere Anschaffung oder steht bald eine teure Reparatur an? Für solche (auch oft unvorhergesehenen) Fälle sollten Sie sich ein ausreichendes finanzielles Polster aufbauen, bevor Sie in Ihr Investment starten. 
  • Planen Sie für Ihre Geldanlage so viel Zeit ein wie möglich – im besten Fall mindestens 5 Jahre. Denn kein seriöses Investment rentiert sich von heute auf morgen, sondern benötigt Zeit, um Ihnen Gewinne zu bescheren.

Schritt 2: Der Mix macht’s – Diversifikation verstehen und anwenden

Die Entscheidung zur Geldanlage ist ein Schritt in die richtige Richtung – doch wer 20.000 Euro anlegen möchte, dem stehen mit diesem Entschluss auf einen Schlag zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung. Sollten Sie nun am besten direkt in Aktien investieren? Oder lieber auf Nummer sicher gehen und in einen risikoarmen Offenen Immobilienfonds anlegen? 

Diversifikation beantwortet diese Fragen – indem Sie Ihren Anlagebetrag auf verschiedene Geldanlagen verteilen und so für eine breite Streuung sorgen. Wenn Sie z.B. in eine wertstabile Basis investieren und darüber hinaus noch ein paar Aktien hinzunehmen, können sich die Risiken und Renditechancen der einzelnen Anlagen gegenseitig ausgleichen – so tragen Sie nicht alle Eier in einem Korb. 

Gerade in den letzten Jahren hat sich nochmal gezeigt, wie schnell und unvorhergesehen eine Krise den Finanzmarkt erschüttern kann – wer da das gesamte Vermögen in die Gastronomiebranche investiert hatte, musste höchstwahrscheinlich große Verluste einstecken. Mit einer Streuung Ihres Vermögens, z.B. über verschiedene Branchen und Anlageklassen, können Sie solche Risiken minimieren. 

Wenn Sie 20.000 Euro investieren möchten, können Sie diesen Betrag getrost auf zwei bis vier Anlagen aufteilen. Auch wenn vier Geldanlagen schon einen höheren Aufwand bedeutet – im Sinne der Diversifikation wird es sich lohnen. 

Ein Tipp: Wenn Sie in einen Fonds anlegen, dann diversifizieren Sie automatisch. Denn ein Fonds investiert das Fondsvermögen in viele verschiedene Vermögenswerte, sodass Sie mit nur einer Geldanlage schon eine sehr breite Streuung erreichen können.

Gewusst wie!

8 Tipps zum richtigen Fondssparen gibt es im folgenden Artikel. 


Schritt 3: Toleranzcheck – wie viel Risiko können Sie vertragen?

Seien Sie ganz ehrlich zu sich selbst: Je klarer Sie sich hinsichtlich Ihrer Risikobereitschaft einordnen, desto besser können Sie Investments identifizieren, die sich für Sie und Ihre persönlichen Präferenzen eignen. 

Spielen Sie in Ihrem Kopf einmal folgende Beispielszenarien durch, um Ihren ersten Risikoreflex auszutesten

  • Stellen Sie sich vor, Sie haben einen gewissen Betrag in Aktien investiert: Wie gehen Sie mit starken Wertschwankungen am Börsenmarkt um? Verfolgen Sie stundenaktuell die Kurse oder können Sie sich gut zurücklehnen? 
  • Sie haben nun Ihre 20.000 Euro angelegt – wie reagieren Sie bei anlagebedingten Verlusten? Haben Sie genug Risikotoleranz, um solche Verluste über ein paar Monate hinweg auszuhalten? Oder macht Sie jede Negativentwicklung nervös? 
  • Sie haben Ihr Geld für einen festen Zeitraum an eine bestimmte Anlage gebunden: Was schätzen Sie, wie gut Sie sich in diesem Zeitraum anderen Dingen widmen können, ohne sich ständig um Ihre Anlage zu sorgen? 

Je zurückhaltender Sie hier geantwortet haben, desto eher rate ich Ihnen – zumindest für den Anfang – zu möglichst risikoarmen und wertstabilen Produkten. Bei höherer Risikotoleranz können Sie ruhig auch zu risikoreicheren Anlagen greifen. Bedenken Sie aber: Einen Teil Ihres Vermögens in stabile, wenn auch weniger rentable Produkte anzulegen, ist in jedem Fall sinnvoll und hilft Ihnen dabei, Ihre Anlagerisiken insgesamt auszugleichen.

Gut verteilt 20.000 Euro anlegen: Risikoklassen und Allokation im Überblick

Nachdem wir das Prinzip der Diversifikation beim Geld anlegen schon kennengelernt haben, geht es nun darum, es in die Tat umzusetzen – mit einem konkreten Model, das ich Ihnen an die Hand geben möchte. 

Um Ihr Anlageportfolio möglichst breit diversifizieren zu können, ist eine Streuung über verschiedene Anlageklassen von Vorteil: 

Ein Kreisdiagramm, das verschiedene Anlageformen den Kategorien Einlagen, Immobilien, Wertpapiere, Rohstoffe und Exotische Investments zuordnet

Risikoarm anlegen: Ihre Optionen für ein wertstabiles Portfolio

1. Klassische Einlagen

Tagesgeld, Festgeld & Co. halten Ihr Geld zwar sicher, doch sicher ist auch der Wertverlust. Diese Anlageformen machen nur dann wirklich Sinn, wenn Sie kurzfristig parken und gleich wieder auf Ihr Geld zugreifen wollen. Sie fallen grundsätzlich in eine niedrige Risikoklasse  – doch Sie nehmen Wertverlust durch Inflation und Null- oder sogar negativen Strafzins hin.
2. Unternehmensanleihen

Mit Anleihen – oder auch „Renten“ – mit guter Bonität investieren Sie in fest verzinsliche Wertpapiere und sorgen so für mehr Stabilität in Ihrem Portfolio. Hier gilt jedoch zu beachten: Wenn Sie von solchen Anleihen wirklich profitieren möchten, dann benötigen Sie eine gute Kenntnis über Bilanzen, Geschäftsmodelle etc. Denn die einen schützen zwar Ihr Geld, bringen aber kaum Rendite; die anderen bringen höhere Gewinne, allerdings auch zu einem höheren Risiko. Eine Anlage in Anleihen kann sich also als ein ganz schöner Balanceakt herausstellen.
3. Edelmetalle

Gold und Silber gelten als sogenannte Krisenwährung, die häufig während Phasen steigender Inflation an Wert gewinnen. Tatsächlich stellen sie als klassischer Sachwert ein gutes Investment dar, denn sie haben einen Eigenwert und sichern Sie somit auch in Krisenzeiten gut ab. Ein Vorteil ist der große und internationale Markt, der den Kauf und Verkauf von Edelmetallen vereinfacht. Doch sie können auch ein Investment zweischneidiger Natur sein: In wirtschaftlichen Normalzeiten fallen die Werte auch schnell wieder ab, außerdem sind sie – abhängig von der aktuellen Nachfrage – auch häufig gewissen Schwankungen ausgesetzt. Edelmetalle können sich vor allem dann als Beimischung zum Anlagemix im Portfolio eignen, wenn Anleger:innen eine persönliche Affinität für diese Anlageklasse mitbringen.

4. Offene Immobilienfonds

Auch Offene Immobilienfonds profitieren von den Vorteilen, die Sachwerte – in diesem Fall Immobilien – mit sich bringen. Zum einen bereiten Offene Immobilienfonds ihren Anleger:innen wenig Kopfschmerzen, denn ein Investment deckt eine wichtige Anlageklasse ab, ist meist risikoarm, unkompliziert und schon mit kleinen Beträgen möglich. Doch auch hier kommt es für eine erfolgreiche Anlage darauf an, mit welchen Anbietern man es zu tun hat.  

Nehmen wir als Beispiel den Offenen Immobilienfonds hausInvest: Mit einer Anlage in hausInvest investieren Sie in Premium-Immobilien wie Wohnhäuser, Shoppingmalls oder Bürokomplexe in Top-Lagen weltweit. So sind Sie automatisch gut aufgestellt und breit gestreut. Die Immobilien generieren Rendite über Vermietung, Wertsteigerung oder auch den Verkauf eines Objekts.

Wenn Sie 20.000 Euro investieren möchten, kann sich eine Geldanlage in einen Offenen Immobilienfonds mehrfacher Hinsicht lohnen: Als vorsichtige:r Anleger:in profitieren Sie so von zuverlässigem Werterhalt und langfristiger Stabilität. Wenn Sie zu den renditeorientierteren Anleger:innen gehören, können Sie sich hier mit 50% oder mehr ein solides Sicherheitspolster aufbauen. Der Rest Ihres Vermögens kann dann guten Gewissens in risikoreichere Anlagen fließen.

Warum Immobilienfonds so stabil und beliebt bei Anleger:innen sind, erfahren sie in folgendem Artikel. 

Renditeorientiert anlegen: So ergänzen Sie gekonnt Ihr Portfolio

1. Sachwert-Investitionen

Wenn Sie in Sachwerte investieren möchten, stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen, mit denen Sie Ihr Portfolio noch weiter unterfüttern können. Ob risikoarme Sachwertinvestments wie Offene Immobilienfonds oder extravagantere Anlagen wie Kunstwerke, Oldtimer & Co.: Das Sortiment ist groß. Mit einem Offenen Immobilienfonds bleiben Sie auf der sicheren Seite und können mit einer soliden Rendite rechnen. Eine eigene Immobilie hingegen bietet Ihnen einen höheren Gewinn, ist aber auch mit viel Arbeit, Expertise und großem Risiko verbunden. 

Neben Immobilien gibt es natürlich noch zahlreiche andere Optionen: Sachwert-Impact Fonds zum Beispiel geben Ihnen die Möglichkeit, Ihr Geld nachhaltig anzulegen, beispielsweise in Solar- oder Windkraftanlagen. Vorteile: Sie sind über verschiedene Anlageobjekte hinweg gestreut und gehören zu einem vielversprechenden Wachstumsmarkt. Allerdings können Sie solche Investments häufig nur bei hohen Mindestbeträgen abschließen – damit binden sich viele Erstanleger:innen an eine einzelne Geldanlage, statt über verschiedene Anlagen hinweg zu diversifizieren. 







Fachwissen gefragt

Sachwerte wie Gemälde, Statuetten, Oldtimer oder Uhren können sich natürlich auch bewähren. Um damit aber wirklich erfolgreich Geld zu investieren, setzen solche Sachwerte ein spezielles Fachwissen voraus, sodass sich solche Anlagen nur für Expert:innen eignen.

2. Crowdinvesting

Mit Crowdinvesting investieren Sie gezielt in einzelne Projekte, z.B. in Immobilien, Anlagen zur nachhaltigen Energieerzeugung oder Start-Ups. Da Sie direkt investieren, ist es auch an Ihnen, sich mit den einzelnen Projekten vertraut zu machen und sie zu verstehen – das kann Zeit und Energie kosten. Außerdem tragen Sie gemeinsam mit der Crowd das Hauptrisiko, z.B. den Verlust Ihres Anlagebetrags im Falle eines gescheiterten Projekts.  

Wenn Sie allerdings von einem Projekt überzeugt sind, es realisiert sehen möchten und das damit verbundene Risiko gern eingehen wollen, können Sie ein Investment mit einem kleinen Teil Ihres Anlagebetrags wagen. Wenn Sie einen größeren Betrag wie 20.000 Euro anlegen möchten, sollte ein eher risikoreiches Investment wie Crowdinvesting keinen großen Anteil ausmachen – achten Sie auch hier auf ein ausreichendes finanzielles Polster.

3. Aktien

Eine Geldanlage in Aktien ist bei weitem nicht nur etwas für Finanzprofis, sondern auch für gut informierte Privatanleger:innen: Wenn Sie Ihr Geld über einen langen Zeitraum hinweg anlegen möchten, sollten Sie in Ihrem Portfolio auf Aktien nicht verzichten.  

Oft sind einzelne Aktien mit größeren Risiken verbunden und unterliegen auch mal den ein oder anderen Kursschwankungen, auf der anderen Seite bringen Sie jedoch vergleichsweise große Renditechancen mit in Ihr Portfolio. Wenn Sie also etwas Interesse an Marktentwicklungen und Börsenkursen haben, sich auch schon etwas näher informiert haben und über ein ausreichendes Sicherheitspolster verfügen, können Ihnen Aktien schöne Chancen bescheren.

4. Aktienfonds & ETFs

Wenn Ihnen Börsenkurse und Kursschwankungen nur Kopfschmerzen bereiten, dann sind Aktien als Einzelwerte vermutlich weniger gut geeignet für Sie. Trotzdem müssen Sie nicht automatisch auf diese Geldanlage verzichten: Mit Aktienfonds profitieren Sie ebenfalls von den typischen Aktienvorteilen und sind gleichzeitig durch die fondsbedingte Streuung besser abgesichert.  

Auch sogenannten Exchange Trade Funds (kurz: ETFs) kommen hier infrage. Solche Fonds bilden verschiedene Börsenindizes nach und orientieren sich an ihnen in ihrer Wertentwicklung. Für eine Geldanlage haben Sie hier verschiedene Möglichkeiten: Zum Beispiel können Sie einen Aktienfonds nutzen, um einen kleinen Teil Ihrer 20.000 Euro anzulegen – oder Sie nutzen einen ETF-Sparplan, um mit monatlichen Einzahlungen Ihre Rendite noch weiter aufzupolstern.

Exkurs Fondssparplan

Ein Fondssparplan ist eine gute Möglichkeit, um auch schon mit kleineren, aber regelmäßigen Beträgen erfolgreich Geld anzulegen. 

Viele Fonds bieten Ihnen deshalb die Möglichkeit, statt (oder zusammen mit) einer Einmalanlage einen Sparplan einzurichten. Dabei sind die Sparraten häufig flexibel, sodass Sie die monatlichen Einzahlungsbeträge gut an Ihre jeweilige Situation anpassen können. 

Mit einem Fondssparplan profitieren Sie außerdem von zwei großen Vorteilen
  • Der Zinseszinseffekt: Wenn Sie Ihr Geld monatlich in einen thesaurierenden Fonds einzahlen, erhalten Sie nicht nur Zinsen auf Ihren Anlagebetrag, sondern auch auf den schon erzielten Gewinn. Dadurch erhöht sich der zu verzinsende Betrag stetig, sodass Sie sowohl Zinsen als auch Zinseszinsen einstreichen und sich Ihr Gewinn so schnell steigert. Bei ausschüttenden Fonds bleibt dieser Effekt aus. 
  • Der Cost-Average-Effekt: Mit einem Sparplan kaufen Sie jeden Monat mit einem festgelegten Betrag Anteile an dem von Ihnen ausgewählten Fonds. Allerdings kann es variieren, wie viele Anteile Sie für diesen Betrag erhalten. Mit monatlichen Raten gleichen sich diese Unterschiede jedoch nach und nach wieder aus: Bei niedrigeren Preisen kaufen Sie mehr Anteile, die dann bei steigenden Preisen wieder an Wert zulegen.


Risikoklasse Anlageform (Beispiele) Chancen, Schwankungen
1 Tagesgeld, Festgeld, Bundeswertpapiere kein bis Inflationsbedingter Wertverlust
2 Unternehmensanleihen mit guter Bonität, Offene Immobilienfonds, europäische Rentenfonds, Renten-ETFs mittlere
2-3 Edelmetalle, Immobilien niedrige bis mittlere
3 Aktien / Aktienfonds, Aktien-ETFs in europäischen Standardwerten o.Ä. mittlere bis hohe
4 Aktien / Aktienfonds, Aktien-ETFs (außereuropäische Schwellenländer etc.), Währungsanleihen mit mittlerer Bonität mittlere bis hohe
5 Derivate für Nicht-Profis nicht zu empfehlen

Vorsicht bei Nischenprodukten

Auch wenn der Finanzmarkt mit Derivaten, Krypto, Small Caps & Co. noch viel zu bieten hat: Solche Geldanlagen sind Nischenprodukte – und das nicht ohne Grund, denn sie eignen sich vor allem für Expert:innen. 

20.000 Euro anlegen und über Nacht zum Millionär – klingt traumhaft, wird aber nur in den seltensten Fällen Wirklichkeit. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie Ihr Erspartes nicht leichtsinnig verzocken.

Jetzt 20.000 Euro investieren: Der beste Zeitpunkt für Ihre Geldanlage

So einiges kann gegen das angedachte Investment sprechen: Zu wenig Zeit, düstere Aussichten am Börsenmarkt, der letzte Funken Unsicherheit – vor allem bei dem Vorhaben, einen größeren Betrag wie 20.000 Euro anzulegen. Doch lassen Sie sich gesagt sein: Je früher Sie mit Ihrer Geldanlage starten, desto besser. 

Denn dann stehen Ihnen zahlreiche Möglichkeiten für ein erfolgreiches Investment offen: Sie können zum Beispiel langfristig auf wertstabile und risikoarme Anlageprodukte wie unseren Offenen Immobilienfonds hausInvest setzen, die Jahr für Jahr zuverlässig zu Ihrem Vermögensaufbau beitragen. Oder Sie gehen größere Risiken ein und setzen damit auf die Chance eines zügigen Vermögenszuwachses. Oder Sie kombinieren beide Methoden und sichern Ihr Geld weitestgehend ab, um mit einem kleineren Teil Ihre Rendite zu pushen. Sie sehen, viele Wege führen zu einem erfolgreichen Vermögensaufbau – vor allem mit genügend Zeit und Ruhe, um den zu finden, der sich für Sie persönlich am besten eignet.

Fazit: Gehen Sie den ersten Schritt

Sie müssen keine großen Risiken eingehen und wild spekulieren, um Ihr Geld für sich arbeiten zu lassen: Es reicht ein erstes Investment, um den wichtigsten Schritt zu wagen und so Ihr Erspartes endlich zum Zug kommen zu lassen. 

Und nun bleibt mir nur noch eines zu sagen – viel Erfolg mit Ihrer Geldanlage!

FAQ

Welche Anlage ist krisensicher? 

Eine krisenresistente Geldanlage erhalten Sie durch Streuung, also indem Sie Geld in unterschiedliche Vermögenswerte anlegen, z.B. in Immobilien, Aktien, Anleihen oder Offene Immobilienfonds. So erreichen Sie eine Balance der einzelnen Anlagerisiken.  

Welche Investments lohnen sich? 

Welche Investments sich lohnen, hängt von der Risikotoleranz von Anleger:innen ab. Bei geringer Risikotoleranz kommen Fondsinvestments, z.B. Immobilienfonds oder Rentenfonds infrage. Bei höherer Risikotoleranz lohnen sich risikoreichere Geldanlagen wie Aktien oder ETFs. 

Was ist die beste Geldanlage 2022? 

Aufgrund der zunehmenden Inflation zeichnet sich eine gute Geldanlage 2022 dadurch aus, dass ihre Rendite nicht unter die Inflationsrate fällt. Die beste Geldanlage hängt daher von Ihrer persönlichen
Risikotoleranz und Ihren Anlagezielen ab.

Über den Autor

Porträtbild von hausInvest Ratgeberautor Thomas Henrich
Thomas Henrich
hausInvest Ratgeber-Autor
Im Netz kursieren manchmal schwer verdauliche Definitionen aus unterschiedlichen Quellen. Grundlegendes Fachwissen, einfach und kompakt erklärt, ist hingegen selten anzutreffen. Mit meinen Beiträgen möchte ich Ihnen zunächst das Basiswissen vermitteln und Sie im Anschluss dazu einladen, gemeinsam darauf aufzubauen. Dabei bediene ich mich vieler anschaulicher Beispiele aus meiner über 20-jährigen Erfahrung im Commerzbank Konzern und erkläre komplexe Sachverhalte mithilfe von Grafiken und Vergleichen.

Mein Wunsch ist es, Sie mit profundem Wissen auszustatten. Das Thema „Finanzielle Allgemeinbildung“ ist seit vielen Jahren etwas, wofür ich mich tatkräftig engagiere. Das Ziel ist es, dass Sie am Ende eigenständig die richtige finanzielle Entscheidung für Ihr Leben treffen können.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen!